Historie

Eigentlich fing alles 1999 an: Die Gesundheitssenatorin Frau Roth und Dr. Raymund Pothmann stellten im Rahmen eines Migräneliga-Symposiums im CCH gemeinsam fest, dass die Versorgung schmerzgeplagter Kinder auch in Hamburg nicht sicher gestellt ist.

Drei Jahre später, nachdem sich an dieser Tatsache nichts geändert hatte, kam Dr. Pothmann selber nach Hamburg und gründete – neben der kinderärztlichen Versorgung im ebenfalls grade erst entstandenen Kinderhospizes Sternenbrücke – die erste Kinderschmerzambulanz in Deutschland auf dem Flur der Tagesklinik der Kinderklinik Heidberg. Das Konzept bestand auf kinderneurologischer und sozialpädiatrischer sowie systemischer, lösungsfokussierter Basis. Die Behandlung integrierte alle Gesichtspunkte von medikamentöser und Entspannungstherapie bis hin zu Laserakupunktur und gesunder Ernährung. Entsprechend der Annahme, dass auch chronische Schmerzen letztlich gelernt sind, werden die Kinder angeregt, selbstverantwortlich an der Lösung ihres Schmerzproblems zu arbeiten: somit war der Name Delfin-(Die Eigene Lösung finden)Kids auch Programm. Nachuntersuchungen nach 1 und 5 Jahren zeigten dann auch nachhaltig, dass die Kinder innerhalb weniger Monate zu ¾ ihre Schmerzen entweder überwunden hatten oder selbstständig im Alltag damit weitgehend auch ohne Beeinträchtigung oder Medikamente umgehen konnten.

Leider gelang es nicht, auch eine stationäre Behandlungseinheit zu etablieren. Nach Übernahme durch einen anderen Krankenhausträger zog die Praxis 2008 auf das Gelände der Stiftung Alsterdorf um.

Inzwischen wird die auch weiterhin einzige Kinderschmerzpraxis Deutschlands, nach langjähriger Zusammenarbeit, von Dr. Maite Hartwig mit Unterstützung von Dr. Alexandra Albat qualifiziert fortgeführt.

Dr. Raymund Pothmann hilft vertretungsweise immer noch unterstützend aus.